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Schmerzsyndrome im HNO-Gebiet und die Bedeutung der manuellen Medizin

Schmerzsyndrome im HNO-Gebiet sowie otoneurologische Störungen sind häufig Folge krankhafter Veränderungen der Halswirbelsäule. Aus anatomischen Gründen ist die Mehrzahl dieser Erkrankungen im HNO-Fachgebiet Folge funktioneller und nicht pathologisch-anatomischer Störungen der Halswirbelsäule. Grundlage erfolgreicher Therapie funktioneller Halswirbelsäulen-Störungen sind die Untersuchungsmethoden und Behandlungstechniken der manuellen Medizin.

So sind sehr häufig Schluckschmerzen ohne erkennbare krankhafte Veränderung in der Mundhöhle des Patienten Folge einer sog. Zungenbeintendinopathie, die als Folge einer funktionellen HWS-Störung auftritt. Bei genauer Schilderung des Schmerzes greift der Patient in charakteristischerweise seitlich an den Hals dicht unterhalb des Unterkiefers und gibt auf Befragen oft ein Ausstrahlen der Schluckschmerzen zum gleichseitigen Ohr an, ohne daß am Ohr ein bestimmter Schmerzpunkt definiert werden könnte. Gelegentlich meint der Patient auch, einen druckschmerzhaften Lymphknoten, "eine Drüse", bemerkt zu haben. Der Schmerz ist erträglich, nur selten sehr stark, zu einer echten Behinderung der Nahrungsaufnahme kommt es nur ausnahmsweise. Die Schmerzen treten aber bei jedem Schlucken wieder auf, beim Schlucken von Speisen und Getränken ebenso wie beim "Leerschlucken" werden vielfach auch ausgelöst oder verstärkt durch Kopfwendungen zu einer oder zu beiden Seiten.

Vielfach erkennt man bei der palpatorischen Untersuchung an der Halswirbelsäule eine sog. Gelenk-Blockierung. Dieser Begriff aus der manuellen Medizin (Chirotherapie) beschreibt eine reversible Verminderung des Gelenkspiels und der Gleitbeweglichkeit, in einer oder in mehreren Bewegungsrichtungen, in jeder möglichen Gelenkstellung, ohne pathologisch-anatomisches Substrat.

Eine Blockierung kann entstehen durch statisch-dynamische Überlastung des Bewegungssegmentes, z.B. des Wirbelbogengelenkes der oberen Halswirbelsäule, aber auch infolge einer Überlastung und Summation aus dem Myotom, den Visceretom und/oder dem Dermatom. Die Folge ist immer dieselbe: eine Bewegungshemmung im Gelenk mit Reizung der Rezeptoren und reflektorischem Muskelhypertonus, evtl. bis zum voll ausgeprägten Schmerzsyndrom und vegetativen Begleitsymptomen. Therapeutisch können funktionelle Störungen der Halswirbelsäule durch chirotherapeutische Handgriffe beseitigt werden. Diese Therapie wird insbesondere unterstützt bei besonders schmerzhaft verspannter Nackenmuskulatur durch eine Neuraltherapie.